Anerkannter Fachbetrieb für Garten- und Landschaftsbau

Braukmann GmbH & Co.KG, Im Himmel 7, 26180 Rastede Tel: 04402-989820 E-Mail: info@braukmann.net

BAUMSCHUTZMAßNAHMEN

Vermeiden Sie jeden unnötigen Eingriff in den schützenswerten Baumbestand!
Oft werden Beeinträchtigungen an Bäumen, die z.B. durch Wurzelverletzungen infolge von Bodenverdichtung und Abgrabung hervorgerufen werden, erst Jahre nach dem Eingriff sichtbar - zum Beispiel durch Absterben der Krone, kümmerlichen Austrieb oder vollständiges Absterben des Baumes.
Sind Eingriffe nicht zu vermeiden, so können baumerhaltende und schadensbegrenzende Maßnahmen auf der Grundlage der anerkannten Regeln der Technik angewandt werden.
 
Folgende Richtlinien sind hier maßgeblich: ZTV, RAS-LP 4, DIN 18920

Der vollständige und dauerhaft unversehrte Erhalt eines Baumes im ober- und unterirdischen Bereich ist in der Regel nur dann gewährleistet, wenn Eingriffe in einem Abstand von mindestens 1,5 Meter von der Kronentraufe durchgeführt werden.

Können diese Abstände nicht eingehalten werden, legen wir nach einer Wurzeluntersuchung einen genauen Abstand fest. Sie erhalten darüber einen schriftlichen Bericht zum Nachweis der Standsicherheit und dem Schutz der Bäume. Diese Nachweise und unsere fachgerechte Ausführung der erforderlichen Baumpflegemaßnahmen sind zur Erlangung einer evtl. Baugenehmigung wichtig.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es gibt verschieden Verfahren, um den Baumschutz zu verbessern. Unter Wurzelschutz versteht man Maßnahmen zum Schutz des gesamten Wurzelbereiches.



Primärer Schutz ist durch den Baumschutzzaun gegeben, der in der Regel im Abstand von mindestens 1,5 Meter von der Kronentraufe aufzustellen ist. Kann dieser Abstand baubedingt nicht eingehalten werden, so ist mit Schäden im Wurzelbereich zu rechnen. Diese sind durch Schadensbegrenzungsmaßnahmen, wie z.B. Wurzelvorhang zu minimieren. Der Schutzbereich innerhalb des Zaunes ist von jeglichem Lagern von Baumaterialien, Befahren und Abgrabungen etc. freizuhalten.


Der Wurzelvorhang ist eine Maßnahme, um bei Abgrabungen im Wurzelbereich das Austrocknen, Beschädigen und Absterben der zu erhaltenden Wurzeln zu verhindern und die Neubildung von Wurzeln zu fördern. Er ist möglichst eine Vegetationsperiode vor Baubeginn herzustellen, damit er bis zu diesem Zeitpunkt weitgehend durchwurzelt ist. Das Ausheben des Bodens in etwa 30 cm Abstand von der zukünftigen Baugrube muss in Handarbeit erfolgen. Entsprechend dem Wurzelverlust kann ein Kronenauslichtungsschnitt erforderlich sein. Der Wurzelvorhang ist so auszubilden, dass sämtliche eingebrachten Materialien nach Beendigung des Bauvorhabens im Erdreich verbleiben können.
Grundsätzlich ist alles daran zu setzen, Wurzeln unversehrt zu erhalten. Dies ist vor allem für die Wurzeln unbedingt erforderlich, die die langfristige Standsicherheit des Baumes gewährleisten müssen. Dies sind alle Wurzeln ab einem Durchmesser von 2 cm. Daher sind, abhängig von der Art und der Größe des Baumes, auch hier Mindestabstände einzuhalten. Ist die Standsicherheit der angegrabenen Bäume mit  evtl. Wurzelverlust nicht eindeutig sichergestellt, muss eine Berechnung der Baumdynamik (ähnlich der Statik) durchgeführt werden. Anhand von Baumkenndaten und örtlichen Verhältnissen wird die Windlast abgeschätzt. Die Kräfte der Windlast müssen über den Stamm und die Wurzeln in den Boden eingeleitet werden können.
Die fachgerechte Ausführung des Wurzelvorhangs sollte im Eigeninteresse nur durch eine anerkannte Baumpflege Fachfirma vorgenommen werden.
Regelungen zu Arbeiten im Wurzelbereich und zur Behandlung von Wurzelschäden enthält die DIN 18920 und die RAS-LP 4.


Auch hier gilt: Schadensbegrenzende Maßnahmen kommen nur in Frage, wenn der Schutz des Baumes nicht möglich ist (Vermeidung ist besser als Schadensbegrenzung!)
Wie bei den Wurzelschutzmaßnahmen ist auch der Schutz der Baumkrone durch einen Baumschutzzaun wichtig, der in der Regel im Abstand von mindestens 1,5 Meter von der Kronentraufe aufzustellen ist.
Kann dieser Abstand baukörper- oder bauablaufbedingt nicht eingehalten werden, so ist der Eingriff in die Krone auf der Grundlage der anerkannten Regeln der Technik ZTV Baum, RAS-LP 4 und DIN 18920 vorzunehmen.
Sind durch den Baukörper selber oder durch Baumaschinen (z.B. bei der Erstellung eines technischen Verbaus) unvermeidbare Schäden im Kronenbereich des Baumes zu erwarten, kann eine Einkürzung von einzelnen Kronenteilen sinnvoll und erforderlich sein. Der Umfang der möglichen Einkürzung ist insbesondere von der Baumart und vom Habitus (natürliches Erscheinungsbild) abhängig.


Unter Stammschutz versteht man Maßnahmen zum Schutz des Baumstammes gegen mechanische Beschädigungen.
Wir führen bedarfgerecht Stammschutzmaßnahmen durch, halten diese vor und bauen diese auch wieder ab.


Eine Wurzeltieflegung erfolgt, wenn Baumwurzeln standortbedingt im Pflasterbereich zu Schäden führen, oder eine Flächenumgestaltung erfolgen soll. Auch unter Asphaltdecken können Wurzeln wachsen, die dann durch das Dickenwachstum zu Schäden an der Oberfläche führen.
Die Baumwurzeln werden ohne mechanische Beschädigung durch Saugverfahren freigelegt und im Sprühverfahren mit Hilfstoffen und Wasser versorgt. Anschließend wird, unter Beachtung der Kraftlinien, ein neuer und tiefergelegter Wurzelverlauf erarbeitet. Die Wurzeln werden mit abgestimmten Bodensubstraten verfüllt. Diese Substrate sind anschließent mit einem Rüttler verdichtbar ohne das Wurzeln beschädigt werden.
Tiefenbohrungen bis 3,0 m sorgen bei kleinen Beeten und schlechten Bodenverhältnissen für eine optimale, langfristige und nachweisbare Standsicherheit. Durch Wurzellockstoffe werden neue Wurzeln nach unten geleitet. Durch dieses Verfahren erhalten Sie einen berechenbaren und optimal versorgten Stadtbaum bei maximaler Minimierung der Folgeschäden an Pflaster- oder Asphaltdecken.
Einen schriftlichen Statiknachweis erhalten Sie selbstverständlich von uns.

Der Baumeigentümer ist für seinen Baum verantwortlich. Lassen Sie sich immer schriftlich Bestätigen, was an Ihrem Baum geschnitten oder verändert werden soll. Gerade bei Baumaßnahmen oder Einbau von Versorgungsleitungen im Wurzelbereich ist höchste Vorsicht geboten. Abgerissene Baumwurzeln, die nicht fachgerecht Versorgt werden, führen zu Stockfäule und Pilz. Wenn der Baum nach Jahren versagt, kann sich kaum noch jemand an die Aufgrabungen erinnern.